briefwaageDavon rate ich Ihnen ab. Das stresst und ist auch überflüssig. Wer Futterempfehlungen gibt oder Futterpläne erstellt, bei denen die Briefwaage nötig ist, empfiehlt Stoffe, die so in der Natur nicht vorgesehen und damit sicher nicht artgerecht sind.

Also vor allem anorganische Mineralien und Spurenelemente und synthetische Vitamine. Genau die werden übrigens auch in Trockenfuttern verarbeitet, egal, wer sie herstellt oder empfiehlt. Auf anorganische und synthetische Stoffe sollte man besser verzichten, denn die Verwertbarkeit dieser Stoffe ist bei manchen Verbindungen extrem schlecht, wie beispielsweise bei Oxiden oder Karbonaten, und bei anderen, wie Jod oder Selen, extrem gut, was sehr schnell zur Überversorgung und Vergiftungen führen kann. Synthetische Stoffe haben die Wölfe ganz sicher nicht bekommen, so wenig wie Getreide, Kartoffeln oder Bananen – auch keinen Reis. Trotzdem werden diese Stärkelieferanten immer wieder empfohlen. Was nützen also dann angeblich richtige Bedarfszahlen und korrektes Wiegen, solange die Verwertbarkeit nicht genau bekannt ist. Es kommt dann erst recht zu Imbalancen, und das wird gefährlich. Mit Naturstoffen, wie z. B. Seealgenmehl oder Knochen, ist das anders. Da entscheidet der Körper weitgehend selbst, was er will und was nicht. Die Natur hat uns diesen Weg Millionen Jahre vorgemacht. Machen wir es ihr nach.

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