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Frühjahrsmüdigkeit beim Hund Wie der Vierbeiner wieder in Schwung kommt Frühjahrsmüdigkeit beim Hund

Der fünfjährige Neufundländler Emil wirkt schlapp und freut sich nicht einmal, wenn Herrchen mit der Leine zum Spaziergang aufruft. Normalerweise gibt es Freudensprünge, und Emil rennt fast die Türe ein.

Doch er ist nicht krank, ihm macht nur – genauso wie vielen Menschen – die Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen.

Wie beim Menschen kann auch Tieren die Umstellung von Kalt auf Warm zusetzen. Hinzu kommt, dass der angefutterte Winterspeck ein wenig hinderlich ist.

Dann hilft frische Luft: Ausgiebige Spaziergänge beheben den nachwinterlichen Sauerstoffmangel des Hundes. Vermehrte Bewegung in Wald und Wiese lässt Kilos schmelzen, regt den Kreislauf an und erleichtert die hormonelle Umstellung.

Auch die Wohnungskatze, die ähnlich verschlafen aus der Wäsche schaut, sollte ruhig mal aus der Reserve gelockt und mit einem neuen Spielzeug zu etwas Bewegung animiert werden.

Unterstützen Sie Ihr Tier, indem Sie ihm leichteres vitaminreiches Futter anbieten und auf gesunde Zwischenmahlzeiten achten. Schweineohren für Bello sind zum Beispiel nicht nur wenig hygienisch, sondern vor allem fett. Knochen, getrocknete Tierprodukte, Lunge und Pansen sind zwar gute Lieferanten für Mineralien und Spurenelemente, eine Ergänzung mit ballaststoffreicher Kost wie Getreideflocken, gekochten Kartoffeln oder grünem Gemüse ist aber sinnvoll. Erleichtern Sie Ihrem Vierbeiner den Fellwechsel, indem Sie ihn ausgiebig und regelmäßig – am besten täglich – bürsten. Das regt die Durchblutung der Haut an, fördert den Fellwechsel und beugt etwaigem Juckreiz vor. Hat das Hundefell über den Winter viel Staub und Schmutz aufgenommen, der sich trotz intensiven Bürstens nicht ganz entfernen lässt, so spricht nichts gegen ein Bad oder eine Dusche (achten Sie aber darauf, dass Spot-on-Präparate, die Sie Ihrem Hund im Frühjahr gegen Zecken verbreichen, nicht mit ausgewaschen werden). Verwenden Sie für Bad oder Dusche unbedingt ein mildes Hunde- oder Anti-Allergie-Shampoo. Für die kurze Dusche zwischendurch reicht warmes Wasser! Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Hund anschließend gut abtrocknen und – sofern er es sich gefallen lässt – sanft trocken föhnen. Hunde, die ihren Pelz in der Sonne im Freien trocknen lassen können, sollten an einem warmen Tag spätestens zu Mittag gebadet werden, dann hat das Fell genügend Zeit, in der warmen Nachmittagssonne zu trocknen. Anschließend ist natürlich wieder ausgiebiges Bürsten angesagt

Quelle: viaanimal, Jg. 23, 1 – 2009 : Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e. V.

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