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So oder ähnlich kann eine Selbstmedikation enden!Als Selbstmedikation wird die Eigenbehandlung mit Arzneimitteln bezeichnet. Auch phytotherapeutische Nahrungsergänzungsmittel fallen darunter. Nicht immer sind diese Selbstmedikationen ganz gefahrlos, wie neuerlicher Fälle aus meiner Praxis zeigen in denen nach Verabreichung von frei verkäuflichen Futterergänzungsmittel erhebliche Reaktionen auftraten, die teilweise einen Klinikaufenthalt nötig machten.

Auch und besonders Beratungen von "Fachleuten" von Firmen, die solche Präparate und Mischungen vertreiben, sind sehr mit Vorsicht zu geniessen, da sie meist weder die Vorgeschichte des Tieres kennen und schon gar keine genaue Anamnese bzw. Laboruntersuchungen durchgeführt haben. Ohne entsprechende Untersuchung eines ausgebildeten und erfahrenen Therapeuten werden auch Gesundheitsbeschwerden bei Tieren oft falsch gedeutet.

Hinzu kommen noch die vielen Halbwahrheiten, die in Internetforen zu lesen sind und viele Tierhalter "brauen" sich ihr eigenes Süppchen. "Viel passieren kann ja nicht" lautet dann die Aussage. Jedoch genau das, ist nicht immer der FallEin Phytopharmakon (griechisch φυτόν phyton (Pflanze) und φάρμακον pharmakon (Arzneimittel)) ist ein in der Phytotherapie verwendetes Fertigarzneimittel, dessen wirksame Bestandteile ausschließlich pflanzlicher Herkunft sind. Ein Phytopharmakon besteht aus einem oder mehreren pflanzlichen Wirkstoffen, wobei die pflanzlichen Wirkstoffe zumeist selbst Vielstoffgemische verschiedener Pflanzeninhaltsstoffe sind.

Bei Tieren, die meist schon jahrelang unter gesundheitlichen Problemen leiden, ist der Organismus oftmals sehr "empfänglich" für Gaben von naturheilkundlichen Präparaten und/oder Vitamin- und Mineralstoffkomplexen in hoher Dosierung. Gerade diese Tatsache kann dann schon mal den Schuss nach hinten losgehen lassen und zu heftigen Reaktionen führen. 

Mögliche Gefahren der Selbstmedikation:

  1. Die vermutete Diagnose ist vielleicht falsch
  2. Die gewählte Medikation ist vielleicht keineswegs die nötige bzw. beste
  3. Die notwendige fachkundige Behandlung wird möglicherweise verzögert
  4. Eine Symtombehandlung hält möglicherweise davon ab, eine passende Diagnose erstellen zu können.
  5. Ein Konflikt mit einer anderen (allopathischen) Therapie ist möglich
  6. Unvermutete Nebenwirkungen können auftreten

In Rücksichtnahme auf die Gesundheit ihres Tieres, sollten sie daher nicht auf die Beratung eines THP verzichten und es einfach selbst versuchen. Einen kompetenten Tierheilpraktiker(in) finden sie auch, indem sie sich bei den entsprechenden Fachverbänden der Tierheilpraktiker informieren.

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