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silageDie I. Medizinische Klinik für Einhufer und Kleintiere an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) hat sich in letzter Zeit vermehrt mit Pferden befasst, die an Botulismus leiden. Diese Tiere waren überwiegend mit Grassilage gefüttert worden.

Botulismus ist eine von Lähmungen charakterisierte Krankheit und wird durch Aufnahme von Botulismustoxinen verursacht. Botulismustoxine werden von Clostridium Botulinum, einer Bakterienart, produziert. Diese Bakterien leben häufig im Boden und vermehren sich in Abwesenheit von Sauerstoff. Wenn die Bakterien ungünstige Lebensbedingungen vorfinden, bilden sich Sporen, genau wie bei Milzbrand- und Tetanusbakterien. Diese Sporen sind inaktive Dauerformen, die sehr resistent gegen Umwelteinflüsse sind und auf diese Weise lang im Boden überleben können. Die Sporen werden jedoch bei Temperaturen von 120°C in 20 Minuten abgetötet.

Die klinischen Erscheinungen beim Pferd werden durch die von den Bakterien gebildeten Gifte ausgelöst, die häufigsten Toxine beim Pferd sind das A, B und C-Toxin. Die klinischen Symptome sind nicht immer spezifisch: Unfähigkeit zur Futteraufnahme, Zungenlähmung, Zurückfließen des Futters über die Nase wegen Schluckbeschwerden und Muskelzittern treten auf. Die Lähmung schreitet fort, bis das Pferd zum Festliegen kommt. Im Endstadium ist auch die Atmungsmuskulatur gelähmt, sodass die Tiere ersticken.

Wie lässt sich eine Botulismusvergiftung beim Pferd vermeiden bzw. therapieren?

Wenngleich eine Therapie z.B. mit Antitoxinseren in der Regel nur in den Anfangsstadien erfolgversprechend ist, kann vorbeugend doch einiges vom Tierhalter zur Vermeidung der Krankheit getan werden. Generell sollte nur einwandfreies, qualitativ hochwertiges  Heu verfüttert werden. Zudem ist gegebenenfalls eine Schadnagerbekämpfung sowie eine regelmäßige Kontrolle der Futtermittel auf Tierkadaver anzuraten. Nicht immer reicht die Entfernung der Tierkörper, da auch von ihnen Botulinumtoxine in das umgebende Futtermittel übergehen können, wenn sich entsprechende Clostridien im Tierkörper vermehrt haben.

Impfstoffe stehen als prophylaktische Schutzmaßnahme in Deutschland für das Pferd nicht zur Verfügung.

Quelle: CVUA

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