FAQ's

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  • Was ist TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

    Die Geschichte der TCM beginnt irgendwann in prähistorischer Zeit. Angaben über diese Frühzeit sind spärlich und lassen viel Raum für Spekulationen und Interpretationen. Das wird sicherlich auch dadurch begünstigt, dass in dieser Frühphase die Heilkunst eng mit mystischen Aspekten verwoben war.

    Aus der Han Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) stammen wichtige frühe Zeugnisse der TCM. Die älteste gut erhaltene Literaturquelle sind die so genannten Mawangtui Texte. Sie sind nach einem Grabfund in Hunan benannt. Ihre Entstehung dieser Texte wird im zweiten oder ersten vorchristlichen Jahrhundert vermutet. Sie befassen sich mit verschiedenen Bereichen wie Ernährung, Sexualleben, Schwangerschaft und Geburt. Auch therapeutische Verfahren werden beschrieben. Dazu gehören eine Kräuterheilkunde, die Punktreizung mit Steinspitzen, Massagen und die direkte Moxibustion, d.h. das Abbrennen von Beifußkraut auf der Haut. Als philosophische Grundlagen haben die Prinzipien von Yin und Yang sowie das Konzept von Qi Eingang gefunden. Das Prinzip der Fünf Funktionskreise kommt noch nicht vor. Es werden bereits Leitbahnen (Meridiane) beschrieben, in denen das Qi fließt.

    Die Mawangtui Texte gelten als Vorläufer des wohl herausragendsten Werkes der TCM, nämlich des Huang Di Nei Jing – Der innere Klassiker des gelben Kaisers. Es wurde vermutlich um 100 v. Chr. Zusammengestellt. Die älteste erhaltene Ausgabe stammt aus den Jahren 605 - 617 n. Chr. Das Werk ist als Zwiegespräch verfasst zwischen dem gelben Kaiser und seinem Hofarzt Chi Po, liebevoll „Onkel Chi“ genannt. Die Themen befassen sich mit den Stadien von Gesundheit und Krankheit, einschließlich der Vorbeugung und Behandlung. Erstmals wird neben den Prinzipien von Yin - Yang und Qi auch die Theorie der 5 Wandlungsphasen integriert. Die überarbeiteten und kommentierten Ausgaben gelten auch heute noch als der Klassiker, an dem kein Student der TCM vorbeikommt. Den Grundstein aller Werke über Kräuterheilkunde bildet das Shen Nong Ben Cao Jing, der „Klassiker der Arzneikunde des Shen Nong aus dem 1. Jahrhundert. n. Chr., in dem 365 Arzneien beschrieben sind. Während dieser Zeit lösten Metallnadeln die bis dahin verwendeten Steinnadeln („Bian“) ab. Die Ärzte setzten bereits das gesamte Spektrum an Behandlungen wie Kräuterheilkunde, Akupunktur, Moxibustion, Massagen und heißen Kompressen ein. Die Tang Dynastie (618 – 907 n. Chr.) gilt als die Hochblüte der TCM und vor allem der Kräuterheilkunde. Medizinisches Wissen wurde von dem berühmten Arzt Sun Simiao in dem Werk „Tausend – Dukaten – Rezepte“ zusammengefasst. Aus dieser Zeit stammt auch die erste kolorierte Darstellung der 12 ordentlichen und 8 außerordentlichen Meridiane mit zusammen 650 Akupunkturpunkten. Zu Ausbildungszwecken wurde ein kaiserliches Büro für Medizin mit Abteilungen für Kräuterheilkunde und Akupunktur eingerichtet.

    Die Weiterentwicklung des Buchdruckes in den folgenden Jahrhunderten begünstigte in hohem Maße die Sammlung und Verbreitung des medizinischen Wissens. Das erste gedruckte Arzneibuch mit einer Beschreibung von 1000 Einzelarzneien stammt aus dem Jahre 973 (Der Buchdruck in China geht zurück auf das 2. Jahrhundert, ca. 1300 Jahre vor Gutenberg). Im Jahre 1026 veröffentlichte die Regierung das „Illustrierte Handbuch der Punkte für Akupunktur und Moxibustion“ des berühmten Arztes Wang Weiji. Er schuf auch die berühmten Bronzefiguren, auf denen die Meridiane und Akupunkturpunkte eingraviert waren. Die großen Errungenschaften der Ming Dynastie (1368 – 1644 n. Chr.) bestanden in der umfangreichen Sammlung und Revision medizinischer Literatur und Studien zur Akupunktur. In der Qing Dynastie (1644 – 1911 n. Chr.) trat die Kräuterheilkunde wieder stärker in den Vordergrund. Bereits mit dem 1. Opiumkrieg von 1840 – 42 und vor allem mit der Revolution von 1911 und dem Sturz des Kaiserreiches begannen für China sehr unruhige Zeiten mit wachsenden westlichen Einflüssen. Die TCM wurde dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt. Mit der Gründung der Volksrepublik China 1949 nahm sich Mao Zedong der medizinischen Versorgung der Bevölkerung an. Es wurde eine Gesundheitspolitik proklamiert, die die westliche und traditionelle Medizin verbinden sollte. 1955 wurde die „China Academy of Traditional Chinese Medicine“, die direkt dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, gegründet. Ihr Zweck sind moderne Forschung und Ausbildung.

    Die Geschichte der Akupunktur für Tiere reicht zurück bis 2.000-3.000 v. Ch. zu den Shang und Chow Dynastien in China. Interessanterweise basierte eines der ersten Tierarztbücher "Bai-le's Canon of Veterinary Medicine", welches um 650 v. Chr. geschrieben wurde, überwiegend auf Akupunktur und ihren Ableitungen. Sie wurde im Fernen Osten über Jahrhunderte praktiziert, erhielt aber von westlichen Tierärzten für Tiere bis zum letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wenig Aufmerksamkeit.

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  • Welche Grenzen hat die Chinesische Medizin?

    Grenzen findet die TCM (und andere Naturheil- oder Regulations-medizinische Verfahren) bei lebensbedrohenden Akutzuständen (akute Atemnot, allergischer Schock etc.) bei z.B. Frakturen oder Sehnenrupturen, schwerwiegenden organischen Schäden oder gar akutem Organversagen.

    Eine Versorgung durch schulmedizinische Verfahren, wie antibiotische Therapie, der Einsatz von Cortisonen oder Chirurgie ist in diesen Fällen unbedingt erforderlich.

    In fast jedem Fall aber ist es möglich, eine unterstützende Therapie zu geben, die die Selbstheilungskräfte verbessert, die Anfälligkeit des Körpers reguliert und der Lebensqualität förderlich ist.

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  • Welche Tiere kann man mit Akupunktur behandeln?

    Grundsätzlich ist jedes Lebewesen mit Akupunktur und Arzneikräutern behandelbar. In der Praxis sind es v.a. Hunde, Katzen und Pferde, die zur Behandlung vorgestellt werden.

    Auch landwirtschaftliche Nutztiere wie Schafe und Rinder, sowie Kaninchen, sprechen sehr gut auf Chinesische Medizin an.

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  • Gibt es bei der Akupunktur Nebenwirkungen?

    Eine fachgerecht durchgeführte Akupunktur hat keine Nebenwirkungen. Die Akupunktur setzt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers, deren Aktivierung im Verlauf der Behandlung kurzfristig Symptome verstärken kann, die jedoch rasch wieder abklingen.

    Die Heilung verläuft von innen nach aussen, so dass Ausscheidungen über Haut, Stuhl und Urin möglich sind. Meist tritt nach der Akupunktur eine angenehme Entspannung auf, manchmal ein Schlafbedürfnis.

    Bitte vermeiden Sie 2 Stunden vor und 24 Stunden nach jeder Behandlung körperliche Anstrengung oder Stress.

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  • Traditionelle chinesische Medizin & westliche Schulmedizin - eine sinnvolle Kombination?

    Durchaus!

    Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Schulmedizin lassen sich in der Regel sehr gut kombinieren.

    Die TCM bietet aber auch eine Möglichkeit zur Diagnostik und Heilung oder Besserung von Beschwerden, wenn die Schulmedizin keinen Erfolg gebracht hat.

    Der Ansatz der Schulmedizin und TCM sind bei der Diagnose & Therapie ganz verschieden, da die Schulmedizin symptomatisch und die TCM energetisch- ursächlich behandelt.

    Ein Hand-in Hand mit dem eventuell behandelnden Tierarzt ist daher für mich wünschens- und erstrebenswert.

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  • Wie lange dauert eine Behandlung?

    Die Dauer der Behandlung richtet sich massgeblich nach dem Krankheitsmuster.

    Akute Krankheiten sind meist schneller zu heilen, wie chronische Zustände.

    In der Regel kann nach der 3. Behandlung eine Besserung der Symptome festgestellt werden.

    Es gibt jedoch auch Krankheitsmuster, die nur eine Behandlung erfordern.

    Die TCM benötigt deshalb in der Regel auch deswegen mehr Zeit bis zu dem gewünschten Erfolg, weil grundsätzlicher gearbeitet wird. Jedoch hat sie keine bzw. weniger Nebenwirkungen und der Langzeitverlauf ist in der Regel besser als in der Schulmedizin.

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  • Wie geht die Behandlung vor sich?

    Bei der ersten Behandlung erfolgt eine umfassende Diagnose nach TCM. Diese beinhaltet eine ausführliche Befragung des Tierhalters sowie eine Untersuchung des Tieres mit den Techniken der TCM (Shu-Punkte (Zustimmungspunkte), Mu-Punkte (Alarmpunkte), Zungendiagnose etc.).

    Akupunktur
    Es werden sterile Einmal-Stahlnadeln verwendet ,die eine Dicke von 0,15- 0,3 mm Dicke haben. Der Einstich ist in der Regel wenig schmerzhaft (deutlich weniger schmerzhaft als eine Spritze) und löst ein sogenanntes Nadelgefühl (De-Qi) aus. Dieses De-Qi wird als Kribbeln oder Schweregefühl um die Nadel oder entlang des Meridians beschrieben. Die Anzahl der Nadeln richtet sich nach dem Alter des Patienten und dem Schweregrad seiner Erkrankung. In der Literatur wird von so wenig wie möglich Nadeln im Rahmen einer Therapie gesprochen, wobei der „Meister mit nur einer Nadel einen günstigen Krankheitsverlauf, im besten Fall die Lösung der fokussierten Probleme auslösen kann. Eine allgemeine Richtlinie liegt bei nicht mehr als 8 Nadeln gleichzeitig.
    Qualität ist also hier nicht gleich Quantität!

    Phytotherapie/Mykotherapie

    Eine Unterstützung des Heilungsprozesses durch Phytotherapie bzw. Mykotherapie ist nicht nur wünschenswert, sondern gerade bei chronischen Pathologien dringend anzuraten.

    Da jedes Individuum einzigartig ist, wird den meisten Patienten auch eine einmalige, einzigartige auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Rezeptur verschrieben. Diese wird im Laufe der Behandlung modifiziert, da durch die zwischenzeitlichen Überprüfungen des sich verändernden Zustandes des Patienten eine optimale Wirkung erreicht werden soll.

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